3D-Bilder von Ultima Thule

Parallelansicht von Ultima Thule. Wenn man "durch" die Bilder guckt, entsteht ein Stereo-Bild. (Credits: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Southwest Research Institute / National Optical Astronomy Observatory)
Parallelansicht von Ultima Thule. Wenn man "durch" die Bilder guckt, entsteht ein Stereo-Bild. (Credits: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Southwest Research Institute / National Optical Astronomy Observatory)

Das für die NASA-Raumsonde New Horizons verantwortliche Team hat neue Stereoansichten des Kuipergürtelobjekts Ultima Thule erstellt, dem Ziel des historischen Vorbeiflugs der Raumsonde am Neujahrstag 2019. Ultima Thule ist rund 6,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, und die Bilder sind gleichermaßen fesselnd und wissenschaftlich wertvoll.

Die 3D-Effekte entstehen durch die Kombination von Bildern aus geringfügig unterschiedlichen Blickwinkeln, was einen „Stereoblick-Effekt“ schafft – so wie der kleine Abstand unserer Augen uns erlaubt, dreidimensional zu sehen. Für die Stereo-Bilder kombinierte das New-Horizons-Team jeweils zwei bearbeitete Bilder, die vom Long-Range Reconnaissance Imager (LORRI) am 1. Januar 2019 um 05:01 Uhr und 05:26 Uhr Universal Time aufgenommen wurden. Dabei war die Raumsonde etwa 28.000 Kilometer beziehungsweise 6.600 Kilometer von Ultima Thule entfernt und lieferte Auflösungen von etwa 130 Metern pro Pixel beziehungsweise 33 Meter pro Pixel.

Die Perspektive der früheren Sequenz war etwas anders als die der späteren Sequenz, welche aus den am besten aufgelösten Bildern des LORRI-Instruments besteht. Die Nahansicht bietet eine rund viermal höhere Auflösung pro Pixel, aber aufgrund der kürzeren Belichtungszeit ist die Bildqualität schlechter. Die Kombination erschafft jedoch eine Stereoansicht des Objekts mit der offiziellen Bezeichnung 2014 MU69, die besser als die vorherigen ist.

„Diese Ansichten bieten ein genaueres Bild der Gesamtform Ultima Thules“, sagte der leitende Wissenschaftler der Mission, Alan Stern vom Southwest Research Institute (SwRI) in Boulder (Colorado). „Das umfasst die abgeflachte Form des großen Teils und die Gestalt einzelner topografischer Strukturen wie dem „Nacken“, der die zwei Teile verbindet, die große Vertiefung auf dem kleineren Teil sowie Hügel und Täler auf dem größeren Teil.“

„Schon lange vor dem Vorbeiflug haben wir uns auf diese hochqualitative Stereoansicht gefreut“, ergänzte John Spencer, stellvertretender Projektwissenschaftler der New-Horizons-Mission vom SwRI. „Jetzt können wir diese detaillierten, dreidimensionalen Ansichten nutzen, damit sie uns helfen zu verstehen, wie Ultima Thule seine außergewöhnliche Gestalt bekam.“

3D-Bild von Ultima Thule zum Anschauen mit einer 3D-Brille. (Credits: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Southwest Research Institute / National Optical Astronomy Observatory)
3D-Bild von Ultima Thule zum Anschauen mit einer 3D-Brille. (Credits: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Southwest Research Institute / National Optical Astronomy Observatory)

Das Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University in Laurel (Maryland) entwickelte, konstruierte und betreibt die Raumsonde New Horizons und leitet die Mission für das Science Mission Directorate der NASA. Das MSFC Planetary Management Office hat die Gesamtaufsicht für New Horizons. Das Southwest Research Institute mit Sitz in San Antonio führt mittels Alan Stern das Wissenschaftsteam, die Nutzlastoperationen und die wissenschaftliche Planung der Vorbeiflüge. New Horizons ist Teil des New Frontiers Program, das vom Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville (Alabama) geleitet wird.

Quelle

(THK)

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